DDr. Catharina Crismani & DDr. Sabine Schanzer Kieferorthopädie & Zahnregulierungen für Kinder und Erwachsene    

Krankenkassen-Zahnspange

Wann und was zahlt die Krankenkasse?

Es ist fix: Ab Inkrafttreten des neuen Vertrags für die „Krankenkassen-Zahnspange“ werden die Kosten für Zahnspangen von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen.

So positiv diese Meldung ist, sie wirft bei Eltern auch viele Fragen auf. Denn nicht jedes Kind bekommt seine Zahnspange finanziert – sondern nur jene, die eine "schwere Zahnfehlstellung" haben. Doch wer entscheidet letztendlich, wer für eine Krankenkassenzahnspange infrage kommt? Wer trägt die Kosten? Bekommt mein Kind trotzdem weiterhin Zuschüsse, auch wenn es nicht in die Kategorie „schwere Zahnfehlstellung“ fällt? Welche Kosten muss ich tragen, wenn ich weiterhin auf den Qualitätsanspruch des Kieferorthopäden meiner Wahl setze? Viele Fragen mit denen sich speziell die Eltern auseinander setzen müssen.

Nachfolgend beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema „Krankenkassenzahnspange“, Fehlstellungen, Behandlungsvarianten und Kostenübernahme.

Was ist die "Gratis"-Zahnspange/Krankenkassen-Zahnspange?
Bei Kindern und Jugendlichen mit schweren Fehlstellungen wird bis zum 18. Lebensjahr eine festsitzende oder abnehmbare Zahnspange von den Krankenkassen bezahlt.

Bekommt jedes Kind eine Krankenkassenzahnspange?
Nein, nur dann, wenn eine schwere Fehlstellung (Grad 4 und 5) nach der IOTN-Klassifizierung festgestellt wird.

Wie lange wird meinem Kind mit schwerer Fehlstellung die Zahnspange bezahlt?

Die Behandlung wird rund drei Jahre lang finanziert. Bezahlt wird eine Standardbehandlung mit Metall-Brackets. Ästhetische Zahnspangen (z.B.: Keramik-Brackets oder unsichtbare Zahnspangen) dürfen dabei nicht verwendet werden.

Wer entscheidet, welcher Patient für eine Krankenkassen-Zahnspange infrage kommt?

Wir entscheiden, ob Ihr Kind für eine Krankenkassenzahnspange infrage kommt, da wir aufgrund unserer Qualifikation und Ausbildung als Spezialistinnen für Kieferorthopädie von der Ärztekammer anerkannt sind. Dann liegt die Entscheidung bei Ihnen.

Wo liegt der Unterschied in der Behandlung? Krankenkassen-Zahnspange oder Wahlarztzahnspange?

Bei der Behandlung in einer Wahlarztordination (z.B. der Ordination Crismani & Schanzer) bestehen keinerlei Einschränkungen von Seiten der Krankenkassen. Deshalb können die Behandlungsmethoden und –techniken frei gewählt und so für jeden Patienten der ideale Behandlungsplan erstellt werden. Bei der Krankenkassenbehandlung gibt es Einschränkungen bezüglich der Behandlungsmethoden und -techniken von Seiten der Krankenkassen.

Welche Kosten muss ich tragen, wenn ich weiterhin auf den Qualitätsanspruch des Kieferorthopäden meiner Wahl (Wahlarzt) setze?
Gute Nachricht: Sie bekommen, wenn die Behandlung durch einen Wahlarzt mit Zusatzqualifikation erfolgt, von der Krankenkasse rund 80 Prozent der neu verhandelten Tarife rückerstattet. Das heißt: der Privatanteil wird deutlich geringer ausfallen als bisher. Bei diesen Behandlungen kann der Arzt die Behandlungsmethoden frei und individuell wählen und es dürfen auch ästhetische Zahnspangen (z.B.: Keramik-Brackets oder unsichtbare Zahnspangen) verwendet werden.

Wird es bei bestehenden Zuschüssen Kürzungen geben?

Nein, keine Sorge: Fällt Ihr Kind in die Stufen 1 bis 3, bekommt es weiterhin die schon bestehenden Zuschüsse.

Welche Arten von Zahnfehlstellung unterscheidet man? 

Der Index über die Fehlstellung des Kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs (IOTN) ist die Basis zur Ermittlung des Behandlungsbedarfs.

  • Grad 1: kein Behandlungsbedarf. Nur minimale Abweichungen vom Idealzustand der Zahnstellung, eine Zahnspange ist nicht notwendig.
     
  • Grad 2: geringer Behandlungsbedarf. Kennzeichen sind z. B. mäßig vertiefter Überbiss, minimaler Kreuzbiss, leichter Engstand etc.
     
  • Grad 3: grenzwertiger Behandlungsbedarf. Kennzeichen sind unter anderem eine vergrößerte Schneidekantenstufe über 3,5 mm (wenn ein Lippenschluss nicht mehr möglich ist), ein offener Biss über 2mm, etc.
     
  • Grad 4: großer Behandlungsbedarf. Kennzeichen sind beispielsweise eine vergrößerte Schneidekantenstufe über 6mm, ein vergrößerter Tiefbiss mit Einbiss in den Gaumen, nur teilweise durchgebrochene oder auch überzählige Zähne

  • Grad 5: sehr großer Behandlungsbedarf. Kennzeichen sind unter anderem ein behinderter Zahndurchbruch, die Nichtanlage mehrerer Zähne, eine vergrößerte Schneidekantenstufe über 9 mm, Lippen-, Kiefer- & Gaumenspalten ...